1.1 Fächerangebot
Das Fächerangebot besteht aus einer Tabelle, die die
angebotenen Fächer für die Verteilung konfiguriert. Diese
wird aus der Lehrplanungssoftware generiert und kann dann
für die Verteilung angepasst werden. Das Schema sieht so aus:
Fach SWS Min Max Block Laeuft Flags Kollisionen
Die Einträge haben folgende Bedeutung:
- Fach:Das Fächerkürzel, zur Identifikation des Faches.
- SWS:Die Anzahl der SWS für das Fach zur Berechnung der SWS Summe. Historisch notwendig,
als es noch Zweistünder gab. Könnte aber wieder relevant werden (aktuell gibt es nur Vierstünder).
- Min:Minimale Anzahl an Teilnehmer*innen.
- Max:Maximale Anzahl an Teilnehmer*innen.
- Block:Blockkurs ja/nein
- Laeuft:Fach findet statt ja/nein (damit kann man für die Verteilung noch Fächer
rausnehmen, falls notwendig).
- Flags:Hier kann man noch weitere Beschränkungen festlegen.
Aktuell nur, ob das Fach nur für Studiengänge im Schwerpunkt vergeben werden soll, oder nicht.
- Kollisionen:Eine Liste von FWPFs (Kürzel), die mit dem Fach gleichzeitig stattfinden,
um Kollsionen auszuschließen.
Beispiel
Beispielhaft könnte die Liste so aussehen (-1 heißt, der Wert wird nicht verwendet):
A 4 -1 12 N J N B
B 4 -1 22 N J N A
C 4 -1 15 J J N
Im Beispiel haben wir also die Fächer A, B und C mit jeweils 4 SWS, keine Mindestteilnehmer*innenzahl
und einer maximalen Teilnehmer*innenzahl von 12, 22 und 15. Alle Fächer finden statt, C ist ein Blockkurs.
Die Fächer A und B schließen sich gegenseitig aus. Zusätzliche Flags gibt es ebenfalls nicht, d.h. die Fächer
können sowohl innerhalb als auch außerhalb des Schwerpunktes vergeben werden.
1.2 Fächerwahl / Studierendendaten
Die Studierenden wählen ihre gewünschten Fächer in unserem Fachbereichsinformationssystem (FBI). Dabei wird
für jedes gewünschte Fach eine Priorität von "1".."n" vergeben (n = Gesamtzahl der Fächer). "1" steht hier
für die höchste Priorität und "n" für die niedrigste. Außerdem kann man ein oder mehrere Fächer ausschließen.
Diese bekommen im FBI die Priorität "99". Jede*r Studierende hat also am Ende der Wahlphase für jedes Fach
aus dem Angebot einen Prioritätsintrag in unserer Datenbank.
Aus der Fächerwahl der Studierenden und den Fächerdaten wird eine Tabelle mit folgendem Schema erzeugt:
StdID StdVorname StdName MatNo StgSem 1Ab WuSP WuGe Flags Faecher
Die Einträge haben folgende Bedeutung:
- StdID:Eindeutige ID des Studierendendatensatzes.
- Vorname/Nachname/MatNo:Selbsterklärend. Technisch nicht notwendig, erleichtert aber wesentlich
die Bearbeitung von Rückfragen zur Verteilung.
- StgSem:Studiengang und Semester zum Zeitpunkt der Fächerwahl, z.B.
B_MIN3 , B_IN1 etc.
- 1Ab:Flag, welches angibt, ob der erste Studienabschnitt bereits bestanden wurde (Daten bezogen aus dem Studienbüro).
- WuSP:Wunsch SWS im Schwerpunkt. Aktuell immer WuGe-4.
- WuGe:Wunsch SWS Gesamt.
- Flags:War relevant für 2 SWS Fächer. Aktuell unbenutzt..
- Faecher:Liste der gewählten Fächer (Fachkuerzel) in absteigender Priorität (also Prio1, Prio2, ...). Ausgeschlossene
Fächer stehen nicht in der Liste..
Beispiel
Beispielhaft könnte die Liste so aussehen:
1234 Ada Lovelace 4321 B_MIN6 J 8 12 N0 C,A,B,D,E,K,G,F,I,J
5678 Alan Turing 4452 B_IN2 N 12 16 N0 A,B,C,D,J,F,D,E,W,R,X,O,P
5372 Ken Thompson 3454 B_WIN3 J 24 28 N0 D,A,E,R,T,S,U,X,I,L,F,M,L,S
9374 Katherine Johnson 5432 B_IN1 J 4 8 N0 B,A
...
Im Beispiel sehen wir z.B. die Studierende Ada Lovelace mit der ID 1234, im 6. Semester Bachelor MIN
und bestandenem ersten Studienabschnitt. Sie möchte gerne 12 SWS gesamt belegen, davon sollten 8 im
Schwerpunkt sein. 4 dürfen außerhalb des Schwerpunktes liegen. Sie hätte am liebsten die Fächer
"C,A,B,D" - das sind ihre höchsten Prioritäten. "E,K,G,F,I,J" kommen ebenfalls in Frage, aber
niedriger priorisiert. Damit werden aber ausreichend Möglichkeiten geschaffen, den Wunsch nach 12
SWS zu erfüllen, selbst wenn in den Fächern C,A,B oder D kein Platz mehr sein sollte.
Alan Turing, Informatik 2. Semester, wünscht 16 SWS und hat ausreichend Fächer gewählt. Leider hat
er den ersten Studienabschnitt noch nicht bestanden und wird daher bei der Verteilung nicht berücksichtigt.
Sendet er mir bis zum Beginn der Verteilung einen Nachweis über das Bestehen des ersten Studienabschnittes
zu, kann ich in der Tabelle hier den Eintrag von "N" auf "J" ändern. Dann berücksichtig die Software diesen
Eintrag auch bei der Verteilung. Kommt die Meldung erst nach der Verteilung, können nur noch Restplätze
zugeteilt werden, sofern es welche gibt.
Ken Thompson, Wirtschaftsinformatik, 3. Semester, hat auch gewählt. Er hat allerdings eine unrealistische
Anzahl Wunsch-SWS von 28 angegeben. Diese werden in der ersten Verteilungsrunde auf 16 SWS reduziert, was
4 FWPFs entspricht. Wenn die Verteilung im Prinzip abgeschlossen ist, also alle Ihre Fächer haben, wird
in einer extra Runde versucht, die reduzierten SWS mit noch freien Plätzen auf die Wunsch-SWS aufzufüllen.
Tatsächlich ist es aber so, dass Studierende mit mehr als 4 FWPFs i.d.R. mindestens eins davon wieder zurückgeben.
Zum Abschluss des Beispiels noch Katherine Johnson, auch wenn das Lesen der Tabelle nun hinlänglich bekannt sein
sollte. Die Besonderheit hier ist, dass sie gerne 8 SWS hätte, aber nur 2 Fächer - also exakt 8 SWS - zur Auswahl
angegeben hat ("B,A"). Diese Art der Fächerwahl geht im Normalfall schief. Sind die Fächer B und A bereits
voll belegt, wenn der Datensatz an der Reihe ist, bekommt Frau Johnson keine Fächer zugeteilt - also 0 SWS - da keine
Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Das bedeutet im schlimmsten Fall, dass man ein ganzes Semester verliert,
da es keine Garantie dafür gibt, die "verlorenen" SWS im nächsten Semester nachholen zu können.